Donnerstag, 22. Januar 2009

Korsische Ziege von tödlicher Krankheit bedroht

Eine sich ausbreitende Krankheit bedroht die Hornträger auf Korsika. Wie die Tageszeitung Corse-Matin heute mitteilte, sind zahlreiche Tiere an Paratuberkulose (auch Johnesche Krankheit genannt) erkrankt.
Paratuberkulose befällt vor allem Wiederkäuer, verursacht chronische Abmagerung sowie Milchrückgang und endet meist tödlich. Laut Viehzüchter ist die korsische Ziege nur noch mit menschlicher Hilfe und einem Impfstoff vor dem Aussterben zu retten. Doch in Frankreich ist zur Zeit kein Paratuberkulose-Impfstoff zugelassen. Die Viehzüchter warten nun mit Ungeduld auf eine Lösung zur Sanierung ihrer Bestände.

Die korsische Ziege wurde 2003 durch die „Commission Nationale d’Amélioration Génétique“ (CNAG) als eigenständige Rasse anerkannt.
Sie ist robust gebaut, mit kräftigen Gliedmaßen. Das Gewicht variiert beim Weibchen zwischen 35 und 45 Kilogramm, beim Männchen zwischen 45 und 60 Kilogramm. Das Fell ist lang und in Rot-, Braun- oder Grautönen gehalten. Außerdem kann sie gescheckt sein oder ganz unterschiedliche Zeichnungen auf den Gliedmaßen, am Rücken oder im Gesicht aufweisen.

Zur Zeit leben etwa 32.000 Ziegen auf der Insel, die jährlich ca. 54.000 Hektoliter Milch produzieren. Ihre Hörner werden zur Herstellung von Kunstmesser und Musikinstrumenten verwendet.

Weitere Informationen zu Flora und Fauna auf Korsika: http://www.korsika.fr/index.asp?MenuID=118

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