Mittwoch, 20. Januar 2010

Solarstrom in Frankreich: Staat macht durch höhere Vergütungen Korsika für Sonnenenergie attraktiver

Das von der französischen Solarbranche seit Monaten erwartete Dekret zur Neuregelung der Vergütung für Solarstrom wurde letzte Woche in Paris verabschiedet. Das meldet das Energieberatungsbüro Sterr-Kölln & Partner aus Paris. Demnach soll Solarstrom für neu errichtete Anlagen auf Korsika mit fast einem Drittel mehr vergütet werden als im Rest der Nation. Für eine Kilowattstunde Solarstrom zahlt der französische Staat ab sofort für Freiflächenanlagen in den französischen Überseegebieten und auf Korsika jeweils eine Vergütung 0,40 Euro pro Kilowattstunde. Bei durchschnittlich 230 Sonnentagen im Jahr auf der Insel der Schönheit verspricht Solarstrom also ein lohnendes Geschäft für Investoren zu werden.
Trotz viel Sonne im Sommer und ergiebigen Regenfällen im Winter, hohen Gebirgen und windumtosten Küsten, wird der Großteil des Strombedarfs der Insel aus fossiler Energie und durch Strom aus Italien gedeckt. Windkraft und Sonnenenergie spielen auf Korsika bisher kaum eine Rolle. Eine Trendwende zeichnet sich hingegen auf der korsischen Nachbarinsel Sardinien ab: Dort werden derzeit zahlreiche neue Photovoltaikanlagen in Betrieb genommen. (Photo: Flickr)

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