Mittwoch, 24. März 2010

Neue Verbindungen von Moby Corse und SNAV – es kommt Bewegung in den korsischen Fährverkehr

In diesem Jahr kommt Bewegung in den Fährverkehr nach Korsika. Zwei italienische Fährgesellschaften bauen ihr Angebot auf die Insel der Schönheit aus.
Traditionell bedient die halbstaatliche Société Nationale Maritime Corse Méditerranée (SNCM) den größten Teil des Fährverkehrs von Kontinentalfrankreich auf die kleine Mittelmeerinsel. Eine kleinere Rolle spielt im innerfranzösischen Fährverkehr die private Reederei Corsica Ferries, die von Toulon und Nizza in Richtung Île de Beauté ablegt. Doch in diesem Frühjahr steigt ein Konkurrent in das Frankreich-Geschäft nach Korsika ein: Die italienische Moby Lines fährt ab 1. April 2010 viermal wöchentlich von Toulon ins nordkorsische Bastia. Bisher fuhren die Italiener nur von Genua und Livorno Richtung Korsika. Die Nachricht von der neuen Konkurrenz schlug den Mitarbeitern der SNCM und der assoziierten Compagnie Méridionale de navigation (CMN) schwer auf den Magen – gleich mehrmals blockierten sie deswegen in den letzten Wochen Häfen und ihre eigenen Schiffe. Zuletzt liefen Anfang dieser Woche mehrere SNCM-Fähren nicht oder verspätet aus.

Blieben in den letzten Wochen aufgrund von Streiks mehrmals im Hafen liegen: Die Fähren der SNCM

Neuigkeiten gibt es nicht nur aus dem innerfranzösischen Fährverkehr. Die italienische Fährgesellschaft SNAV kündigte diese Woche an, ab Juni und bis September 2010 vom italienischen Hafen Civitavecchia bei Rom in Richtung Porto-Vecchio abzulegen. Der kleine Fährhafen im Südosten der Insel liegt weit ab vom Schuss und spielt im korsischen Fährverkehr eine untergeordnete Rolle. Außer der SNAV legt nur die SNCM regelmäßig in Porto-Vecchio an und bietet mehrmals wöchentlich Überfahrten nach Marseille.

>> Alle Fährüberfahrten von Frankreich und Norditalien im Überblick

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