Mittwoch, 16. Juni 2010

Absichtserklärung für ein internationales Meerschutzgebiet zwischen Korsika und Sardinien unterzeichnet

Großes Lob für den französischen Umweltminister Jean Louis Borloo, der am 15. Juni 2010, im Internationalen Jahr der Artenvielfalt, gemeinsam mit seiner italienischen Kollegin Stefania Prestigiacomo in Palau eine Absichtserklärung für einen grenzüberschreitenden Meerespark in der Meerenge zwischen Korsika und Sardinien unterzeichnet hat.

Dem Meer zuliebe soll das Projekt die Straße von Bonifacio für den internationalen Handelsverkehr sperren. "Seit mehr als 15 Jahren treten unsere beiden Länder für ein Meerschutzgebiet in der Meerenge ein“, beteuert Herr Borloo, „doch immer hat sich jemand widersetzt“.
Nun sollen die Bouches de Bonifacio, zwischen dem Capo Pertusato im Süden von Korsika und dem Capo Testa und der Punta Falcone im Norden von Sardinien, endlich zum Meerpark werden und nicht mehr durch den Transport gesundheitsschädlicher oder umweltbelastender Produkte gefährdet werden.

Schon seit dem Jahr 1993 verbieten Frankreich und Italien unter ihrer Flagge fahrenden Schiffen, die gefährliche Produkte transportieren, die Durchreise durch die Meerenge. Das Verbot gilt allerdings nicht für Schiffe die unter einer anderen Flagge fahren, da die Straße von Bonifacio dem Grundsatz der freien und ungehinderten Durchfahrt von Handelsschiffen unterliegt.
Auch wenn es sich bei der Meerenge um ein gefährliches, jedoch wirtschaftlich unbedeutendes Gebiet für die Schifffahrt handelt, konnte sich die Europäische Kommission bisher noch nicht dazu durchringen die Straße von Bonifacio für den internationalen Handelsverkehr zu sperren.

Die von den Ministern für Umwelt und Naturschutz unterschriebene Absichtserklärung für einen grenzüberschreitenden Meerpark ist ein erster Schritt, der vor allem auch die verbindliche Unterstützung seitens der Eu, der Behörden und der Umweltorganisationen bedarf.

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