Dienstag, 14. September 2010

Stolz und schön - Korsika und seine Bewohner - Doku am 17. Oktober 2010 auf Phoenix

In Erstausstrahlung zeigt der deutsche Doku-Kanal Phoenix am 17. Oktober 2010 einen Film über Korsika, seine Bewohner und die Mentalität der Korsen: "Stolz und schön - Korsika und seine Bewohner" lautet der Name der Produktion des ARD-Studios Paris, der um 21.45 Uhr gezeigt wird.
Aus dem Sendungstext:


Korsika ist eine Insel der Gegensätze: im Landesinneren die raue Bergwelt,mit einsamen Dörfern, die lange Zeit komplett von der Außenwelt abgeschnitten waren. An der Küste die paradiesischen Strände und versteckten Buchten mit türkisblauem Wasser. Seit jeher war das Leben im Süden der Insel sorgloser – und dort haben die Menschen schnell begriffen, dass der Tourismus für sie die Einnahmequelle der Zukunft ist.
Doch wenn die korsische Seele eine Heimat hat, dann muss man sie im andesinneren suchen: Die „Castagniccia“ ist eine der unwirtlichsten Gegenden und zugleich das Herz von Korsika. Hier wurden die Kastanienbauern reich, bis zur Landflucht, die Mitte des 20. Jahrhunderts eingesetzt hat. Erst seit einigen Jahren kehren die Korsen auf der Suche nach ihrer Identität in die Castagniccia zurück. So wie Christophe Ottavi: er ist in Bastia geboren, hat sich aber im Dorf Carcheto Brustico nieder gelassen. Seine Tochter schickt er auf eine Dorfschule, wo alle Schüler zwischen 3 und 11 Jahren gemeinsam unterrichtet werden, in nur zwei Klassen.
Die „Castagniccia“ ist Sinnbild für den korsischen Unabhängigkeitskampf: hier wurde der Freiheitsheld Pascal Paoli geboren, der Korsika im 18. Jahrhundert immerhin 14 Jahre Unabhängigkeit bescherte und eine Universität gründete. In Corte, der damaligen Hauptstadt, wohnen heute gut 6.000 Bürger plus 4.000 Studenten. Die jungen Leute bezeichnen sich selbst nicht als Nationalisten, sind aber sehr heimatverbunden und stolz auf ihre Insel.
In der Nähe von Corte lebt auch Petru Guelfucci, Kämpfer für die korsische Kultur und Sänger von „A Pahjella“. Dieser traditionelle polyphone Männergesang wurde von der UNESCO im Oktober 2009 zum Weltkulturerbe erklärt – auch dank Petrus Engagement. Er tritt zusammen mit seinem Sohn Petru Santu Guelfucci auf und hält so den Gesang, der von Generation zu Generation nur mündlich überliefert wurde, am Leben.



Ein Film von Ellen Ehni (Phoenix/ARD-Studio Paris/2010),

Erstausstrahlung Sonntag, 17. Oktober 2010, 21.45 Uhr

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