Dienstag, 19. April 2011

Wie wird Ostern auf Korsika gefeiert? Tipps zu mittelalterlichen Karfreitags-Umzügen, griechisch-orthodoxen Traditionen und leckeren Osterspezialitäten

Pasqua, d.h. Ostern auf korsisch ist das höchste Fest im Kirchenjahr. Mit mittelalterlichen Traditionen, Passionsumzügen und leckeren Spezialitäten feiern die Korsen auf Korsika deshalb auch die Karwoche und die Osterfeiertage.
Besonders stolz sind die Korsen auf ihre traditionellen Karfreitagsriten. In Sartène trägt ein barfüßiger, rotgekleideter Büßer bei der Büßerprozession "U Catenacciu" eine schwere Kette und ein Holzkreuz durch die engen Gassen der Kleinstadt. Am Cap Corse ist der Kreuzweg der “Procession de la Cerca“ gleich 14 Kilometer lang. Sie führt an zwölf Kirchen und Kapellen entlang durch Erbalunga, Castello, Poretto und Pozzo.
Eine Besonderheit ist der Baccalá, das typische korsische Karfreitagsgericht. Im mittelalterlichen Korsika war der gesalzte und getrocknete Baccalá der einzige Fisch, der so konserviert unbeschädigt bis in die hohen verschneiten Berge und tiefen, abgeschiedenen Täler der Insel transportiert werden konnte. Aus diesem Grund ist diese Fischkonserve auch heute nicht vom korsischen Karfreitagstisch wegzudenken.
Am Ostersonntag wird vor allem kulinarisch gefeiert: Mit Osterlamm und dem traditionellen kronenförmigen Osterbrot "Cacavelli", in dessen süßen Hefeteig ganze Eier eingebacken werden.

Griechisch-orthodoxe Osterfeierlichkeiten finden hingegen in Cargèse, dem kleinen Ort an der Westküste von Korsika statt. Dieses Dorf am Meer wurde von griechischen Auswanderern im 17. Jahrhundert gegründet und noch heute werden hier die traditionellen orthodoxen Feste gefeiert.

Weitere Informationen zum Osterfest auf Korsika finden Sie in unserem Artikel "Ostern auf Korsika – zwischen Aberglauben, mittelalterlichen Karfreitagsprozessionen und fröhlichen Osterfeierlichkeiten"

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