Freitag, 28. Oktober 2011

Neue Hochgeschwindigkeitsstrecke von Straßburg nach Marseille bindet die französische Mittelmeerküste besser an Süddeutschland an – Zugfahren wird so zur Alternative auch für Korsika-Reisende

Für deutsche Bahnfahrer rückt Frankreichs Küste näher: Anfang Dezember wird die Schnellbahntrasse Hochrhein-Rhône in Dienst gestellt. Die neue Strecke für den französichen Hochgeschwindigkeitszug Train Grande Vitesse (TGV) bietet schnellere Verbindungen vom Osten des Landes nach Paris und Marseille. Gute Nachricht für Urlauber aus dem Süden Deutschlands: Die Hafenstadt Marseille rückt damit näher an Mitteleuropa – nach Angaben der Badischen Zeitung ist dann die Côte d’Azur zum Beispiel ab Freiburg in nur sechs Stunden Zugfahrt zu erreichen. Damit ist mit Marseille auch einer der wichtigsten Fährhäfen in Richtung Korsika besser angebunden, denn ab der französischen Hafenstadt bietet die Reederei SNCM teilweise ganzjährig Überfahrten nicht nur nach Bastia und Ajaccio an, sondern auch an die sonst nur schwer erreichbaren kleinen Fährhäfen von L'Île Rousse, Porto-Vecchio und Propriano sowie Porto Torres auf Sardinien.

Ein TGV im Bahnhof Marseille St-Charles. Foto: Wikipedia 


Die 140 Kilometer Hochgeschwindigkeitsschienen zwischen Petit-Croix in der Franche-Comté und dem burgundischen Dijon gehen am 11. Dezember 2011 in Betrieb. Der TGV verkehrt dann mit einer Reisegeschwindigkeit von 320 Stundenkilometern zwischen Mulhouse und Dijon und weiter bis an die Hafenstadt am Golfe du Lion. Der Hauptbahnhof Marseille Gare Saint-Charles ist nur eine 10-minütige Taxifahrt vom Fährhafen entfernt, der alternativ auch über die kurze Bahnstrecke nach Marseille-Joliette zu erreichen ist.

Weiterführende Links:

Badische Zeitung - TGV: In sechs Stunden von Freiburg an die Côte d’Azur

Spiegel Online - Neue TGV-Strecke - Mit Tempo 320 ans Mittelmeer

korsika.fr - Mit dem Autozug in Richtung Südfrankreich und Korsika

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