Mittwoch, 12. März 2014

Auch auf Korsika bereitet man sich auf Ostern vor

©  Renate Kühn
Vom 5. März bis zum Osterfest am 20. April 2014 wird auch auf Korsika die Fastenzeit als Vorbereitung auf das große Fest der Auferstehung Christi begangen.

Innehalten, sich vorbereiten und alte Gewohnheiten aufblühen lassen, sind die zentrale Punkte dieser Zeit, denn christliche Traditionen und Volksglaube sind in vielen Familien auf Korsika lebendig geblieben. Sie machen das Osterfest zu einem Höhepunkt im korsischen Kirchenjahr.

Die Korsen nennen das große Osterfest "pasqua", feiern die Karwoche mit mittelalterlichen Traditionen und die Osterfeiertage mit leckeren Spezialitäten.

Besonders beeindruckend sind die traditionellen Karfreitagsriten. In Sartène trägt beispielsweise ein rotgekleideter Büßer bei der Büßerprozession "U Catenacciu" barfuss eine schwere Kette und ein Holzkreuz durch die engen Gassen der Stadt.
Am Cap Corse ist der Kreuzweg gleich 14 Kilometer lang: die “Procession de la Cerca“ führt an zwölf Kirchen und Kapellen entlang durch Erbalunga, Castello, Poretto und Pozzo.

Am Ostersonntag ist die Zeit der düsteren mittelalterlichen Aufmärsche dann vorbei. Die Auferstehung Jesu wird vor allem kulinarisch gefeiert: Mit Osterlamm und dem traditionellen kronenförmigen Osterbrot 'Cacavelli', in dessen süßen Hefeteig ganze Eier eingebacken werden.

Am Ostermontag geht es mit der Familie in die duftende Maquis zum Picknick. Hier tankt man mitten in der Natur schon mal Energie für den kommenden Frühling.

So feiern die Korsen Ostern

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